2020

Fotogalerie 2020

 

06. März 2020

Galerie der Ostereier-Kunst

54 Viertklässler bereichern HVV-Aktion

Kleine Kunstwerke am Straßenrand erfreuen auch in diesem Jahr Einwohner und Besucher von Schledehausen. Die Ostereier-Galerie ist mit Hilfe von 54 Künstlern aus der Schule am Berg um drei weitere Oval-Bildnisse erweitert worden.

Wie in den vergangenen Jahren hatten sich die drei vierten Klassen (4a, 4b, 4c) im Kunstunterricht zur Aufgabe gemacht, drei Ostereier zu gestalten. Unter Anleitung der Kunstlehrerinnen Olesia Belenko, Alexandra Läkamp-Liehr und Olga Weigt haben die Schüler sechs bemerkenswerte Bildnisse auf den ovalen Bildtafeln abgeliefert.

Bei der Übergabe der Kunstwerke lobten die Klassenlehrerinnen Marion Schmitz (4a), Julia Unland (4b) und Claudia Janßen (4c) Fleiß und Beharrlichkeit ihrer Schüler, die sich über die Aufgabe sichtlich gefreut haben. Dem Schutz der kleinen Kunstwerke dient eine Klarlackschicht. Wolfgang Horn übernahm als Koordinator der Ostereier-Aktion die neuen Bildtafeln, die noch am gleichen Tag an die Masten für die Blumenampeln gehängt wurden. Bei Wind und Wetter, den ausgerechnet beim Aufhängen schüttete es aus Kübeln. Wolfgang Horn ließ sich mit Heinz Schulte und Ralf Schubert davon nicht bremsen. Außerdem wurde als österlicher Gruß auch wieder das große gelbe Ei an der Kreuzung Neue Straße/Astruper Straße aufgestellt.

Insgesamt zeigt die Ostereier-Galerie 22 Tafeln mit zurzeit 40 Bildern. Zwei Tafeln stehen noch zur Verfügung. Der HVV denkt über eine Erweiterung der Galerie nach.
Bilder und Text: H. Preuin

 

01. März 2020

VIRTUELL GUT AUFGESTELLT

Heimatverein Schledehausen präsentiert modernes Internetportal

Heimatvereinen im Allgemeinen lastet manchmal ein leicht angestaubtes Image an. Dank Webmaster Wolfgang Horn agiert der Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen (HVV) in Sachen Internetpräsenz jedoch am Puls der Zeit. Vor kurzem hat der Verein sein neues, modernes Internetportal freigeschaltet, das auch interessierten Nichtmitgliedern jede Menge Mehrwert bietet.

In Sachen Internetpräsenz ist der HVV gut aufgestellt. Zum Jahreswechsel 2006/2007 ging die aktuell rund 340 Mitglieder zählende Gemeinschaft erstmals mit seiner alten Plattform online. Laut Webmaster Wolfgang Horn war das für kleine Vereine längst noch keine Selbstverständlichkeit.
„Anders als heute gab es damals noch keine fertige Software oder Baukästen zum Übernehmen. Wer sich im World Wide Web der Öffentlichkeit präsentieren wollte, für den war Programmieren von Nöten“.
Praktisch, dass Sohn Jens Horn, ein abwechselnd aus Frankfurt und von den Philippinen agierender IT-Spezialist, dem Verein ein eigenentwickeltes Content-Management-Programm und das nötige Startwissen zur Verfügung stellte. Bis Ende 2019 verzeichnete das Portal stolze 145.000 Zugriffe.

Doch nach 13 Jahren alter Homepage bestand akuter Handlungsbedarf: Angefangen beim Sicherheitsaspekt über die erschwerte Wartung und Pflege bis hin zum altbackenen Design. Die Struktur der neuen Seite tüftelte Wolfgang Horn nach und nach zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Ulrich Wienke aus.

Bei Wolfgang Horn laufen seit vielen Jahren die Fäden zusammen, wenn es um die Präsenz des HVV Schledehausen im Internet geht. Dank seines ehrenamtlichen Engagements ging der Verein vor wenigen Tagen mit einer runderneuerten Homepage online.

Schätzungsweise 60 bis 65 Stunden akribischer ehrenamtlicher Arbeit hat der Initiator in den neuen Netzauftritt gesteckt.
Als Webmaster des BSC Wolfsangel Schledehausen konnte er zudem nach einem ähnlichen Strickmuster gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.    Hier der gesamte  Bericht für Sie.
Bild und Text: J. Kollorz

 

22. Januar 2020
Schlachtefest der Plattdeutschen Runde in Schledehausen
Vom Schütteldook und Pastors Kauh

Die Kauh van Herrn Pastor sorgte für den stimmungsvollen Einstieg: Die Plattdeutsche Runde des Heimat- und Verkehrsvereins Schledehausen hatte zum Schlachtefest eingeladen, und die 70 Gäste durften ihr Gemüt gleich zu Beginn bei dem vielstrophigen Lied und der Akkordeonbegleitung von Siegmund Teuber erwärmen.
HVV-Vorsitzender Ulrich Wienke zeigte sich erfreut über den Zuspruch, den diese Veranstaltung der Plattdeutschen Runde immer wieder findet. Er führte als versierter Moderator durchs Programm, das die Besucher selbst mit Vertellsel und Dönkes gestalteten. Dass die Geschichten rund ums Schlachten auf dem Land schließlich mehr ums Schwien als um die Kauh aus dem Eingangslied handelten, spielte aber keine Rolle.

Schlachtefest der Plattdeutschen Runde im Schwarzwaldstüble
Die Wortbeiträge führten die Gäste in die Vergangenheit des ländlichen Lebens, in dessen Verlauf das winterliche Schlachten einen Höhepunkt markierte. Wenn die Vorräte in den ländlichen Haushalten, in denen an Kühlschrank und Tiefkühltruhe noch kein Gedanke verschwendet wurde, zu Neige gingen, brach das luthersken Fasten an, wie Erwin Siefker mit seinen Erinnerungen deutlich machte. Der Begriff Schlachtefest, so der Zeitzeuge, wanderte erst mit den Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg in den hiesigen Sprachgebrauch ein.
Über die vielseitige Verwendung des Schütteldook berichtete Liesel Fischer aus ihrer Kinderzeit. Mit diesem Allzwecktuch seiner Mutter sei ihr Schulkamerad morgens vor der Schule durchs Gesicht gewischt worden. Es diente multifunktional als Wischtuch, das im Verbund mit dem Universalreiniger Imi im ganzen Haushalt eingesetzt wurde. Und auch wenn es immer ausgespült wurde, verlor es doch nie den typischen Imi-Geruch, was beim Gebrauch als Waschlappen eben nicht erheiternd wirkte. Das Schütteldook war meist als Rest von Omas Unterwäsche in seine Rolle hineinrutscht. War es durchlöchert und fadenscheinig diente es getrocknet noch als Brennstoff im Herd.
Die Jahreswende auf dem Land schilderte Andreas Schulte, während Karl-Ulrich Voß die vielschichtige Betrachtungsweise des Mondes und seines Einflusses auf die Menschenkinder vortrug. Und Helmut Broxtermann erheiterte die Gäste mit einer Anekdote über Müerkers Hinnerk, der nie auf seine Wasserwaage verzichtete, selbst auf dem Schiethüsken nicht. Während der Duft von Stopsel und Wurstebrot durch den Saal des Schwarzwaldstübles zog, sorgten Heinrich Herkenhoff und Elisabeth Benne für weitere Lacher.

Zahlreiche Gäste der Plattdeutschen Runde trugen beim Schlachtefest mit eigenen Beiträgen, hier Elisabeth Benne (links oben) und Siegmund Teuber (rechts unten), zum Gelingen der Veranstaltung bei.

 

Neben Stopsel und Wöpkebraut bot das Büffet zum Schlachtefest noch Sülze mit Remouladensoße. Je nach Geschmack durften die Speisen mit eingelegtem Kürbis, Sirup und Schwattbraut verfeinert werden. Als Dessert hatten einige Gäste noch Dönkes parat, die mit ihrer Zwerchfellgymnastik auch zur gesunden Verdauung der deftigen Landspeise beitrug. Zum Abschied kündigte Ulrich Wienke an, dass der HVV Schledehausen eine CD mit Plattdeutschen Beiträge herausbringen möchte und plattdeutsche Akteure und Vorleser sucht. Infos unter Tel. 05402 / 8589.
Bilder und Text: H. Preuin